Weibliche Ejakulation

Die Rolle des Mannes

Die Rolle des Mannes bei der weiblichen Ejakulation

Die meisten Männer schätzen weibliche Ejakulation. Viele der Jungs reagieren zunächst einmal ausweichend, verwirrt oder gar ein wenig ängstlich, wenn ihre Liebste ihnen erzählt, sie könne ejakulieren. Doch sobald sie die Erregung einmal gespürt haben, die die herausschießende Flüssigkeit bei ihnen erzeugt, sind sie meist mit Eifer bei der Sache. Dieses Kapitel will Männern, die noch keine entsprechende Erfahrung gesammelt haben, zeigen, worum es dabei überhaupt geht. Hier erfahren Sie alles, was nötig ist, um Ihre Partnerin bei der Ejakulation zu unterstützen. Das gilt natürlich auch für lesbische Frauen.

In diesem Kapitel können Frauen sich informieren, welche Erfahrungen Frauen und Männer mit der weiblichen Ejakulation gemacht haben. Und Männer hören aus dem Mund einer Frau, was Frauen brauchen, damit ihre innere Quelle sprudelt. Also, meine Damen: Wenn Ihr Liebster wissen will, wie er Sie unterstützen kann, geben Sie ihm dieses Kapitel zu lesen. Wenn er mehr wissen will, findet er hier auch Verweise auf andere Kapitel im Buch. Und meine Herren: Wenn Sie sich für weibliche Ejakulation interessieren und sich fragen, wie Sie das Ihrer Freundin vermitteln könnten, schenken Sie ihr am besten dieses Buch.

Wie man eine Frau beim Ejakulieren unterstützt

Wenn Ihre Partnerin Ihnen erzählt, sie habe von der weiblichen Ejakulation gehört und finde das recht interessant, sollten Sie sich ruhig hinsetzen, ihr aufmerksam zuhören und darauf achten, welche Gedanken Ihnen dabei kommen. Ihre Freundin muss sich vermutlich selbst erst an den Gedanken gewöhnen. Legen Sie ihr dabei keine Steine in den Weg. Vielmehr sollten Sie sie ermutigen, all das erst einmal allein auszuprobieren und ihre Fertigkeiten durch regelmäßiges Training zu stärken.

Ich empfehle grundsätzlich, dass eine Frau sich erst einmal allein auf die Suche nach der inneren Quelle macht. Die Übungen in Kapitel 4, 5 und 6 zeigen genau, wie sie den G-Punkt finden, stimulieren sowie Ejakulat aufbauen und ausstoßen kann. Die ersten gemeinsamen Experimente mit der Ejakulation verlaufen erfolgreicher, wenn sie auf diese Weise genügend Erfahrung mit dem eigenen Körper gesammelt hat. Wenn Ihre Freundin allerdings möchte, dass Sie sich schon früher an der Erkundung beteiligen, sollten Sie folgende Ratschläge beherzigen:

Machen Sie sich mit dem Aufbau des G-Punktes vertraut und finden Sie heraus, wie er sich bei Ihrer Freundin am besten liebkosen lässt. (Am besten lesen Sie die Seiten 129 bis 136 in Kapitel 4 und den Abschnitt „Techniken, die immer funktionieren“ in diesem Kapitel.)

Bitten Sie sie, Ihnen offen zu sagen, was ihr gut tut, vor allem, wenn sie nicht der Typ ist, der gern über diese Dinge spricht. Gehen Sie das „Unternehmen G-Punkt“ mit viel Humor an.

Versteifen Sie sich nicht auf ein Ziel

Die meisten Frauen wünschen sich zu ejakulieren, doch für sie ist dies nur ein winziger Teil der körperlichen Liebe. Die Erfahrungen, die Sie beide dabei machen, enthüllen Ihnen einen wichtigen Teil Ihrer erotischen Landkarte, selbst wenn es nicht zu einer Ejakulation kommen sollte. Allein das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann einmal passieren wird. Frauen unternehmen gern etwas zusammen mit ihrem Partner. Das ist auch in der Sexualität so. Aus der Sicht einer Frau allerdings neigen die meisten Männer dazu, sich vor lauter Begeisterung zu sehr auf das Endergebnis zu versteifen. Nichts ist für die Ejakulation hinderlicher als der Druck zu ejakulieren. Viele Frauen brauchen Zeit, um über das Phänomen zu sprechen und es in all seinen Facetten zu erforschen, bevor sie sich auf die Erfahrung selbst einlassen. Daher werde ich nicht müde zu wiederholen: Die Erfolgschancen sind am größten, wenn die Frau es zuerst allein versucht.

Wenn sie also mit Ihnen über weibliche Ejakulation spricht, sagen Sie am besten: „Oh, hast du das wirklich schon mal erlebt?“ oder „Wo hast du denn davon gehört?“ Das mag Ihnen recht unverbindlich vorkommen, doch diese Art von Fragen hilft ihr herauszufinden, was sie denn nun eigentlich will. Wenn sie klagt, dass sie noch nie eine Ejakulation erlebt habe, oder sagt, sie wünschte, sie könnte das auch, können Sie ja antworten: „Ja, das klingt wirklich interessant“ oder „Vielleicht solltest du mal ein Buch darüber lesen“. In der Folgezeit sollten Sie hin und wieder gezielt nachhaken.

Wenn sie antwortet, gehen Sie auf das ein, was sie gerade gesagt hat. Sagt sie etwa: „Eine Freundin hat mir davon erzählt“, dann können Sie antworten: „Ach, du hast etwas Neues herausgefunden. Was hat deine Freundin dir denn erzählt?“ Auf diese Weise locken Sie sie ein wenig aus der Reserve, selbst wenn Sie ihre Äußerung bereits verstanden haben. Aber in diesem Moment will sie darüber reden. Von Ausprobieren hat sie nichts gesagt! Nehmen Sie sich also Zeit, ausführlich mit ihr über das Thema zu sprechen, bevor Sie zur Tat schreiten und ihr etwas vorschlagen, wozu sie vielleicht noch nicht bereit ist.

Auf diese Weise gehen Sie einem anfänglichen Frustrationserlebnis, bei dem Sie beide am Ende ein schlechtes Gefühl haben, geschickt aus dem Weg. Im Folgenden finden Sie jene Informationen zusammengefasst, die für Sie wichtig sind. Wenn Sie möchten, können Sie zusätzlich noch einmal Kapitel 4 lesen, in dem es darum geht, wie eine Frau ihre Ejakulationsbereitschaft testen und dann für sich lernen kann zu ejakulieren.

Bevor Sie anfangen, ihr dabei zur Hand zu gehen, sollten Sie folgende drei Punkte berücksichtigen:

  1. Die Stärke ihres PC-Muskels Das ist ein wichtiger Punkt: Ihre Partnerin kann nicht ejakulieren, solange die Muskulatur ihrer Vagina (PC-Muskel) schwach entwickelt ist. Manche Männer glauben, eine Frau, die eine weite Vagina hat, habe, wie ein Mann das einmal ausdrückte, „zu viel herumgemacht“. Das stimmt nicht. Eine lockere Vaginalmuskulatur heißt nur, dass diese Muskeln zu wenig Training hatten. Ist der PC-Muskel zu angespannt, bringt die Reise zur weiblichen Ejakulation ebenfalls mehr Frust als Freude. Haben Sie während des Verkehrs das Gefühl, dass ihre Vagina Ihr Glied nicht eng umschließt, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass Ihre Partnerin zuerst ihre Muskulatur trainieren sollte. Die entsprechenden Übungen finden Sie in Kapitel 5. Ermuntern Sie sie, diese Übungen zu machen. Sie kann ja an Ihrem Penis üben! Ein starker PC-Muskel ist für beide toll und stärkt darüber hinaus sogar die Gesundheit der Vagina. Wenn Sie beide das Gefühl haben, dass ihre Vagina sich beim Sex eng um Ihr Glied schließt, ist Ihre Partnerin zur Ejakulation bereit – zumindest auf muskulärem Gebiet.
  2. Die Einstellung Ihrer Freundin zur Ejakulation
    Das Schwierigste an der Ejakulation ist für alle Frauen das Loslassen. Wenn Ihre Freundin Angst hat, dass sie vielleicht pinkeln könnte und Sie sich dann schrecklich darüber aufregen, wird es mit der Ejakulation vermutlich nichts werden. Versichern Sie ihr daher immer wieder: „Wahrscheinlich kommt ja gar kein Urin. Und wenn, ist es mir auch egal.“
  3. Tief sitzende sexuelle Probleme
    Das Erwecken des G-Punktes ist ein wichtiger Schritt in der sexuellen Entwicklung einer Frau, der alle möglichen emotionalen Probleme

Immer schön sachte!

Eine Frau, die ihre Vagina eng um Ihr Glied zusammenziehen kann, ist toll, wie Ihnen klar sein dürfte. Doch die Festigkeit eines prall gefüllten G-Punkt am Penis zu spüren ist noch besser! Stellen Sie sich den G-Punkt wie einen kleinen Zweig sehr reifer, saftiger Trauben vor. Die würden Sie ja wohl auch nicht zwischen den Fingern zerquetschen, oder? Bringen Sie sie stattdessen zum Platzen. Ihr Glied ist der Sonnenschein, den die Trauben zum Heranreifen brauchen. Wenn sie so richtig dick sind, verspritzen sie den Saft ganz von selbst über Sie. me aufrühren kann.

Wenn eine Frau bei den Übungen plötzlich abbricht, lassen Sie ihr Zeit. Versichern Sie immer wieder, dass sie nicht zu ejakulieren braucht. Wenn sie Sie weiterhin auf Distanz hält, lesen Sie Kapitel 8. Möglicherweise geht es hier um tiefer liegende Schwierigkeiten. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sie zur Ejakulation bereit ist, fragen Sie, ob Sie ihr dabei helfen sollen. Wenn sie Ja sagt, fragen Sie besser noch einmal: „Bist du dir sicher, Liebes?“ Das ist kein Misstrauensantrag, sondern eine Bestätigung für Sie beide. Bleibt Ihre Partnerin bei ihrem Ja, wird der nächste Abschnitt Ihnen helfen herauszufinden, wo ihr G-Punkt sitzt und wie Sie sie bei der Ejakulation unterstützen können.

WIE SIE DEN G-PUNKT STIMULIEREN

„Ich war mir meines G-Punktes immer bewusst und mein Mann weiß instinktiv, wann er ihn stimulieren muss – dann nämlich, wenn ich so richtig nass bin. Stecken Sie den Mittelfinger in ihre Vagina, die Handfläche schaut nach oben. Dann bewegen Sie das erste Fingerglied so, als würden Sie jemanden bitten hereinzukommen. So reiben Sie an der Decke ihrer Vagina. Bald wird sie die wunderbarsten Gefühle haben.“

Spiel auf mir, Baby!

Wiederholen Sie die oben dargestellte Methode. Drücken Sie dieses Mal jedoch längere Zeit an zufällig gewählten Punkten im G-Punkt- Bereich. Während Sie Ihre Hand an einem Punkt lassen, fragen Sie nicht, wie sie sich fühlt, sondern warten ihre Reaktion ab. Wenn sie nicht reagiert, drücken Sie weiterhin langsam und fest an dieser Stelle des G-Punkt-Bereichs und achten darauf, welche Reaktionen Sie damit hervorrufen, dann gehen Sie zum nächsten Punkt weiter. Michael, ein Musiker, bezeichnet das als „Spiel auf mir“-Methode:

„Liebe mit Waschbrett“

Nun bewegen Sie Ihren Finger wie einen Scheibenwischer über den ganzen Bereich des G-Punktes. Fragen Sie Ihre Freundin, wie sich das anfühlt. Hier geht es vor allem darum, die Struktur des G-Punktes zu erforschen, der rechts und links durch Längsrillen von der Vaginalwand abgegrenzt wird. Lassen Sie zwei Finger in die Vagina gleiten, jeden an einer der äußeren Längsrillen. Lassen Sie die beiden Fingern hinein- und wieder herausgleiten, um die Rillen zu massieren. Machen Sie das mehrmals hintereinander. Fragen Sie Ihre Liebste, was sie empfindet. (Diese Bewegung wird in Kapitel 4, im Abschnitt „Wie Sie den G-Punkt finden“, genauer beschrieben.) Irgendwann spüren Sie vielleicht „Perlen“ im G-Punkt-Bereich.

WIE SIE DIE FLÜSSIGKEIT MIT DER HAND HERVORLOCKEN

Wenn Sie den G-Punkt Ihrer Freundin erst einmal gefunden haben, wird es gleich sehr viel aufregender. Im nächsten Schritt können Sie ihr helfen zu ejakulieren. Wenn Sie sich mit dem G Punkt gut auskennen und wissen, wie Sie ihn stimulieren müssen, und wenn Sie darüber hinaus bemerken, dass er ordentlich angeschwollen ist, können Sie sich daranmachen, die „Hülse auszustreifen“. Diese Methode ist umso erfolgreicher, je mehr die Erregung Ihrer Freundin durch die Stimulierung des G Punktes entstanden ist statt durch Reizung der Klitoris.

Die Hülse ausstreifen

Sie können Ihre Partnerin bei einer Ejakulation ohne Orgasmus unterstützen, indem Sie die weibliche Prostata mit der Hand massieren und dann das Ejakulat förmlich „herausstreichen“. Liebkosen Sie den G-Punkt in der oben beschriebenen Weise. Dann dringen Sie in Ihre Freundin ein. (Genaueres dazu finden Sie unten in den Abschnitten „Mit dem Liebesgriff massieren“ und „Kopf hoch!“.) Ist danach der G-Punkt richtig dick, streichen Sie mit dem Finger vom tief in der Vagina liegenden Schaft des G Punktes über den ganzen G-Punkt-Körper bis hin zu seiner „Nase“. Sehr schön ist es auch, wenn Sie den Bereich zwischen den äußeren Längsrillen leicht zusammenpressen und zwischen den Fingern rollen. Wenden Sie abwechselnd beide Techniken an.

Und wenn sie nichts spürt?

Wenn Ihre Partnerin ihren G-Punkt nicht kennt und noch nie ejakuliert hat, ist sie sich der Sensibilität dieser Zone vermutlich gar nicht bewusst. Glauben Sie mir, wenn Sie auf die hier beschriebene Weise die vordere Vaginalwand massieren, streicheln Sie ihren G-Punkt, auch wenn sie gar nichts empfindet. Wenn Ihre Partnerin am G-Punkt nichts spürt, sollten Sie folgenden Test machen: Erforschen Sie während des Vorspiels mit den Fingern die Größe ihrer Prostata (G-Punkt), indem Sie die Wölbung an der vorderen Vaginalwand von der Vaginalöffnung bis ins Innere hinein ertasten.

Messen Sie die Länge und den Umfang der Wölbung, wenn sie erregt ist und wenn sie nicht erregt ist. Vergrößert sich die Wölbung bei Erregung? Fragen Sie sie, was sie empfindet. Wenn Sie feststellen, dass dieser Bereich bei Erregung anschwillt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Dann geht es nur darum, die Sensibilität des G-Punktes zu steigern. Wenden Sie alle in diesem Kapitel beschriebenen Methoden an, wird der Punkt langsam, aber sicher zum Leben erwachen. Wenn die Wölbung sich allerdings nicht vergrößert, ist es unwahrscheinlich, dass sie bald ejakulieren wird.

In diesem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Sie wird falsch oder zu kurz stimuliert.
  2. Sie ist nicht wirklich erregt.
  3. Sie ist eine jener Frauen, die einen sehr kleinen oder tief liegenden G-Punkt haben (etwa 10 Prozent aller Frauen).
  4. Sie ist sich der natürlichen Sensibilität ihres G-Punktes nicht einmal ansatzweise bewusst. Auch nun können Sie mit den hier beschriebenen Methoden fortfahren, um den G-Punkt zum Leben zu erwecken. Daneben könnte Ihre Freundin die Übungen aus Kapitel 4 machen.

Vorsicht: Diese Methode sollten Sie auf keinen Fall anwenden, wenn Ihre Partnerin nicht weiß, was Sie da tun, oder wenn sie der Ejakulation skeptisch gegenübersteht. Sie muss Ihre Bewegungen nämlich unterstützen, indem sie entweder von innen her presst oder sich einfach mental die Erlaubnis gibt, „es“ laufen zu lassen. Ist das nicht der Fall, bereitet die oben beschriebene Technik Schmerz und kann sogar zu einer Blaseninfektion führen, weil das aufgebaute Ejakulat nicht abfließen kann. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie sehr erregt sind, es aber nicht zur Ejakulation kommt?

Warum Liebhaber Frauen mögen, die ejakulieren

Paul, ein Biologiestudent:
„Mich macht es total an, wenn eine Frau über mich spritzt. Außerdem schmeckt die Flüssigkeit nicht schlecht.“

Mikaya, eine lesbische Autorin:
„Als ich zum ersten Mal eine Ejakulation erlebte, lag ich zwischen den Schenkeln meiner Liebsten und hatte die Finger in ihr, als sich ein Schwall Flüssigkeit über meine Brust ergoss. Ich hatte noch nie von weiblicher Ejakulation gehört, aber es war das Schärfste, was mir seit langer Zeit passiert war, und es war mir völlig egal, ob es Urin war. Doch ich merkte bald, dass das nicht der Fall sein konnte,
weil es weder nach Urin roch noch schmeckte. Ich wollte es sofort noch mal haben und freue mich, sagen zu können, dass ich sie mehrere Male dazu brachte.“

John Setchell, der einen in England preisgekrönten Dokumentarfilm über weibliche Ejakulation gedreht hat:
„Meine Partnerin und ich machten es nachmittags in einem Hotelzimmer. Wir hatten uns den ganzen Tag darauf gefreut und sogar daran gedacht, die Bettdecke beiseite zu legen. Sie saß auf mir und hatte ein paar sehr intensive, aber ‚trockene‘ Orgasmen. Dann kam sie noch einmal und ejakulierte. Die Flüssigkeit ergoss sich mehrere Sekunden lang über mich. Ich, das Laken, das Unterbett und die Matratze waren total durchnässt. Hätten wir ein Glas Wasser auf dem Bett verschüttet, wäre es nicht so feucht gewesen.“

Russell, ein kanadischer Computerspezialist:
„Was ich am tollsten finde, ist, dass meine Partnerin sich in diesem Moment so richtig gehen lässt. In diesem Moment herrscht zwischen uns ein so starkes Einvernehmen, dass sie sich ganz ihrer Lust hingeben kann, ohne alle Hemmungen.“

Ein junger Mann aus Frankreich schreibt per E-Mail, dass er seine Ejakulation als Zeichen der Liebe zu seiner Freundin empfinde und dass er die weibliche Ejakulation genauso betrachte:
„Es ist ein Zeichen, dass sie dich liebt – ohne Worte. Ich finde es toll, wenn ich meiner Partnerin durch meine Zärtlichkeiten Lust bereite. Ich lecke sie gern. Wenn sie dann ejakuliert, erreicht meine Lust ebenfalls einen Höhepunkt.“

Jack, ein Freund aus Oregon, schrieb mir dasselbe:
„Obwohl weibliche Ejakulation nicht jedermanns Sache zu sein scheint, finde ich, dass es ein sexy Geschenk ist, das mich echt anmacht. In meinen Augen sagt in diesem Augenblick ein Teil tief in ihr Ja zur Art unserer Beziehung. Dadurch wird die körperliche Liebe viel intimer und erreicht eine andere Ebene.“

Eine anonyme Zuschrift auf meiner Webseite:
„Ich denke, die meisten Männer finden es eher seltsam, wenn Frauen ejakulieren. Als ich es zum ersten Mal erlebte, war ich absolut verblüfft und gleichzeitig ungeheuer erregt angesichts dessen, wie die Frau, mit der ich zusammen war, reagierte. Die Vorstellung, dass da außer Urin oder Gleitflüssigkeit etwas aus der Muschi [genauer gesagt der Harnröhre] einer Frau spritzen konnte, machte mich heiß. Wie weit eine Frau spritzen kann, ist ebenso beeindruckend wie die Erregung, mit der sie das tut. Offensichtlich ist die weibliche Ejakulation viel intensiver als der ‚normale‘ Orgasmus einer Frau.“

Frank, ein Filmemacher:
„Ich habe von einer Frau gehört, die über einen neuen Liebhaber ejakuliert hat. Er war so erschrocken, dass er seine Erektion verlor. Nach dem Erlebnis gingen beide ihrer Wege und sie war sicher, dass sie nichts mehr von ihm hören würde. Doch ein paar Tage später rief er wieder an. Er habe im Internet recherchiert, was dieses Phänomen zu bedeuten habe, und wisse nun über weibliche Ejakulation Bescheid. Er habe es aufregend gefunden, habe das Ganze aber erst ‚in seinen Kopf hineinbekommen‘ müssen. Dann fragte er, ob er sie wohl wieder sehen könne!“

Josh, ein Bergführer:
„Meine einzige Erfahrung mit weiblicher Ejakulation ereignete sich, als ich noch vergleichsweise jung war – so um die Zwanzig vielleicht – und noch nicht viel Erfahrung hatte. Ich war mit einer Frau zusammen, die sich bei unserem zweiten oder dritten Date auszog und zu masturbieren begann. Sie sagte, sie tue das für mich, aber natürlich tat sie es für sich. Auf ihre Ejakulation war ich vollkommen unvorbereitet, sodass ich durch und durch nass war. Sie war offensichtlich daran gewöhnt, hatte mich jedoch nicht eingeweiht. So wusste ich nicht, ob sie uriniert hatte oder was da eigentlich vor sich ging. Meine Erektion ging in die Binsen, und ich fühlte mich unsicher und verwirrt. Da ich dem Ereignis (in mehr als einer Hinsicht) ‚nicht gewachsen war‘, habe ich sie nie wieder gesehen. Ach, diese Unsicherheit der Jugend!“

Don, ein Ingenieur im Ruhestand, der nun peruanische Tonpfeifen herstellt:
„Meine erste Erfahrung mit weiblicher Ejakulation liegt noch nicht lange zurück. Ich half meiner neuen Freundin, noch einen Orgasmus zu bekommen, ohne in ihr zu sein. Ich weiß noch, wie unmittelbar nach ihrem Höhepunkt plötzlich warme Flüssigkeit über meine Finger schoss. Ich spürte sofort dieses warme, sinnliche Gefühl. Es war, ich kann es nicht anders ausdrücken, als wäre ich mit warmer, sinnlicher, weiblicher Energie ‚aufgeladen‘ worden. Dass diese Flüssigkeit Urin sein könnte, kam mir erst gar nicht in den Sinn, einmal wegen dieses Energie-Gefühls und dann, weil sie einfach viel zu zähflüssig war. Es war ganz klar, dass es kein Urin war. Ich fand es toll. Es bereitete mir auf einer sehr tief greifenden, instinktiven Ebene vollkommene Erfüllung.“

Michael, leidenschaftlicher Golfer und Schmied:
„Was mir daran gefällt, ist, dass meine Partnerin einen Gipfelpunkt der Lust erreicht … einen Höhepunkt, der sich darin ausdrückt, dass sie ihre inneren Säfte explosionsartig herausspritzt. Die Empfindung dieser Explosion, die heiße Flüssigkeit, die sie mir schenkt und die sich auf den erogenen Zonen meines Körpers besonders gut anfühlt, bringt mich so schnell zum Orgasmus, dass wir diese Explosion gemeinsam erleben können, dass wir gleichzeitig loslassen und uns einander schenken. Das ist wohl die höchste erotische Erfahrung.“

David, Schriftsteller:
„Ich war mit einer Frau zusammen, die einen ihrer High-Heels mit ihrem Ejakulat füllte. Wir konnten gar nicht mehr aufhören zu lachen. Der Schuh war hinterher randvoll, von den Flecken auf dem Teppich ganz zu schweigen.“

Sophia, Pflegerin (bisexuell):
„Es ist so unglaublich heiß. Ich liebe es, wenn ich über und über nass bin! Und es zeigt mir, wie sehr meine Freundin unser erotisches Beisammensein genießt. Vielleicht kommt es in Frauen-Beziehungen eher zur Ejakulation, weil dabei nicht das Eindringen des Penis im Mittelpunkt steht. Wir sind mit Finger und Zunge einfach kreativer. Wenn du diesen Punkt findest und sie ihren Saft über dich ergießt – es gibt nichts Besseres! Ich wünschte, ich könnte das auch. Eines Tages wird es klappen.“

Warum Frauen Männer mögen, die ejakulierende Frauen schätzen

Es sieht so aus, als hätten unsere Partner weniger Schwierigkeiten, die weibliche Ejakulation zu akzeptieren, als wir selbst. Männer sind sogar meist interessiert an dieser Erfahrung. Diese offene und hilfsbereite Haltung ist für eine Frau, die gerade erst zu ejakulieren lernt, ein wichtiges Geschenk, vor allem, wenn der Partner nicht versucht, Druck auf sie auszuüben. Die folgenden Zuschriften zeigen, was es bewirken kann, wenn diese Unterstützung da ist bzw. wenn sie fehlt, wenn eine Frau ihre ersten Schritte auf dem Weg zur weiblichen Ejakulation tut. Sie verdeutlichen auch, dass viele Frauen die Ejakulation zurückhalten oder sogar ihr Sexualverhalten ändern, wenn sie auf diesem Gebiet Zurückweisung erfahren.

Anatolia, Kräuterhexe:
„Ich finde es wunderbar, dass mein Partner sich bei meinen Ejakulationen nichts denkt. Ich war nicht sicher, wie er reagieren würde, wenn ich ihn sozusagen ‚einsprühte‘, doch es störte ihn nicht im Geringsten. So kann ich mich besser entspannen und mich auf meine Lust konzentrieren.“

Mary, in der Online-Chatgruppe zum G-Punkt:
„Eine Frau aus meinem Bekanntenkreis, die einen recht fordernden Sexualtrieb hat, ejakulierte schon bei ihrem ersten Orgasmus als Teeny. Ihre Liebhaber reagierten aber recht unterschiedlich darauf. Sie heiratete einen Typen, der es zwar ‚tolerierte‘, aber wohl nicht besonders begeistert davon war. Es dauerte nicht lange, da war sie selbst davon überzeugt, dass weibliche Ejakulation falsch sei. Daraufhin ließ auch ihr Sexualtrieb nach. Am Ende aber litt ihre Ehe daru nter und ging in die Brüche. Nun ist sie mit einem Mann zusammen, der die weibliche Ejakulation genießt, und ihre Lust ist zurückgekehrt.“

Bill, in der Online-Chatgruppe zum G-Punkt:
„Meine Freundin erzählte mir, dass sie [früher einmal] mit einem Mann zusammen war, der sie nach ein paar Treffen zu einem Wochen – ende einlud, wo sie beide zum ersten Mal Sex haben wollten. Sie mochte ihn, war sehr erregt und kam ‚stark‘, wobei sie über ihn ejakulierte. Sie hatte zwar vorher schon Erfahrungen mit weiblicher Ejakulation gemacht, doch da sie es dieses Mal nicht beabsichtigt hatte, hatte sie vorher nichts gesagt. Es passierte einfach. Er war entsetzt und bestand darauf, dass sie ihre Sachen wieder packten und das Hotel verließen. Dann brachte er sie zum Bahnhof, und das war’s! Sie hat nie wieder von ihm gehört.“

Connie, Architektin und meine Freundin:
„Als ich mit meinem ersten Freund sechs Jahre zusammen war, ejakulierte ich munter drauflos, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, dass es ein Problem sein könnte. Doch gegen Ende der Beziehung hatte ich immer mehr das Gefühl, dass er es nicht mehr mochte. Bald stellte ich fest, dass die Flüssigkeit weniger wurde. Ich wusste, dass ich die Ejakulation kontrollieren konnte, und so stellte ich den Erguss regelrecht ab. Nachdem unsere Beziehung zu Ende gegangen war, ejakulierte ich vier Jahre lang überhaupt nicht mehr. Vermutlich fühlte ich mich zurückgewiesen und wollte einfach nicht mehr. Ich dachte sogar, ich könne gar nicht mehr ejakulieren, doch dann wurde mir klar, dass ich mich nach unserer Trennung einfach nicht mehr begehrenswert fühlte.“

Margie ist Engländerin. Wir unterhielten uns im Internet über weibliche Ejakulation. Sie beschreibt ihr brennendes Verlangen, sich hemmungslos über ihren Liebsten zu ergießen.
„Tief in mir wünsche ich mir, ich könnte einfach alles über ihn ergießen, immer und immer wieder, und mich dabei völlig frei fühlen, als wäre es die normalste Sache der Welt.“

Eine Frau, in der Chatgruppe zum G-Punkt:
„Ich machte gerade Liebe mit einem Freund, als es [die Ejakulation] passierte. Er stand danach sofort auf und wechselte die Laken. Ich fühlte mich zutiefst gedemütigt und wirklich verletzt. Ich sagte ihm, ich hätte eine Ejakulation gehabt, doch er bestand darauf, dass ich in sein Bett gepinkelt hätte.“

Für meine Freundin Angie hingegen war die erste Ejakulation zusammen mit ihrem Ehemann ein tolles Erlebnis:
„Ich hatte einen Wahnsinnsorgasmus und spürte plötzlich, wie etwas aus mir herausschoss. Die ganze Flüssigkeit spritzte einfach aus meinem Körper. Zuerst dachte ich, ich hätte gepinkelt: ‚Vielleicht musste ich ja pinkeln, weil der Orgasmus so stark war.‘ Das Bett war klatschnass. Es sah furchtbar aus. Mein Mann war auch überrascht, aber wir ließen uns nicht stören und machten einfach weiter. Danach sagte ich zu ihm: ‚Ich habe ins Bett gepinkelt!‘

Doch er antwortete: ‚Ich glaube nicht, dass du gepinkelt hast. Das riecht ganz anders. Das hier riecht nach dir, Angie. Weißt du noch, wie ich immer zu dir gesagt habe, dass ich dich überall finden würde, sogar in einem überfüllten Raum?‘ Ich fragte ihn, ob es denn schlecht rieche, da lachte er nur und antwortete: ‚Nein, es riecht einfach nach dir. Das ist dein Duft!‘ Und ich dachte: ‚Toll! Ich habe das Zeug wohl lange Zeit mit mir herumgetragen.‘ Zu der Zeit wussten wir beide noch nichts über den G-Punkt oder die Ejakulation.“

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